Konferenztechnik in Brandenburg - digitales Mischpult

Mit unserer Konferenztechnik sind wir regelmäßig in Brandenburg unterwegs. Einige unserer Aufträge führen uns in moderne Konferenzzentren, große Messehallen oder schicke Tagungshotels. Bei anderen wiederum stehen wir mitten in einer jahrhundertealten Kirche, bauen zwischen historischen Kirchenbänken unsere Konferenztechnik auf und erleben nebenbei Dinge, die mit Beamern, Mikrofonen und Lautsprechern eigentlich herzlich wenig zu tun haben.

So geschehen im September 2023 in der historischen Stiftskirche des Klosterstifts Marienfließ im Landkreis Prignitz in Brandenburg.

Klosterstift Marienfliess mit der Stiftskirche

Im Auftrag der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, genauer gesagt des Kirchlichen Bauamtes mit Sitz in Berlin, sollten wir eine Dorfkirchentagung technisch ausstatten. Rund 100 bis 120 Teilnehmer waren dafür angekündigt.

Benötigt wurden eine professionelle Beschallungsanlage, Funkmikrofone und eine großformatige Videoprojektion – also genau unser Ding. Und weil eine historische Kirche nun einmal kein gewöhnlicher Konferenzraum ist, musste die Veranstaltungstechnik für Brandenburg an die besonderen räumlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Ein interessanter Auftrag also. Und einer, bei dem wir am Ende sogar noch als Tierretter gefragt waren, aber dazu gleich mehr.

Dorfkirchentagung in Marienfließ – worum ging es eigentlich?

Am 8. September 2023 fand in der Stiftskirche Marienfließ die zweite Dorfkirchentagung unter dem Titel „Dorfkirchen – geliebt, aber akut bedroht“ statt.

Im Mittelpunkt stand ein Thema, das gerade in Brandenburg eine große Rolle spielt: Was geschieht mit den zahlreichen historischen Dorfkirchen. Gerade wenn Gemeinden kleiner werden, finanzielle Mittel knapp sind und die Unterhaltung der oft jahrhundertealten Kirchengebäude immer schwieriger wird?

Dabei ging es nicht nur um Denkmalschutz und notwendige Sanierungen, sondern auch um die Frage, wie solche Kirchen künftig genutzt werden können. Denn eine Kirche, in der regelmäßig Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen oder Begegnungen stattfinden, bleibt auch im Bewusstsein der Menschen lebendig.

Zur Tagung kamen Vertreter aus Kirche, Politik, Denkmalpflege und weiteren gesellschaftlichen Bereichen zusammen. Laut einem veröffentlichten Nachbericht nahmen rund 160 Menschen teil, also sogar mehr als die ursprünglich erwarteten 100 bis 120 Personen, für die wir mit unserer Konferenztechnik für Brandenburg angefragt worden waren. Auch zahlreiche prominente Namen waren im Tagungsprogramm vertreten.

sitzplatz-reservierung auf Konferenz in Brandenburg

Für uns als Veranstaltungstechniker stand aber weniger die kirchenpolitische Diskussion im Vordergrund. Unsere Aufgabe war es, dafür zu sorgen, dass die Redebeiträge gut verständlich waren und die Präsentationen auch von den hinteren Kirchenbänken aus verfolgt werden konnten.

Konferenztechnik in Brandenburg für einen Berliner Auftraggeber

Unser Auftraggeber saß in Berlin, der Veranstaltungsort dagegen rund 150 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt in der brandenburgischen Prignitz.

Am Vortag waren wir noch für eine Bildschirm-Vermietung in Hoyerswerda unterwegs, über die wir bereits berichtet haben, als uns eine E-Mail der Auftraggeberin erreichte.

Bei einer Probe hatte sich herausgestellt, dass zusätzlich ein sechs Meter langes HDMI-Kabel benötigt wurde. Für uns kein Problem.

Da wir regelmäßig Konferenztechnik in Brandenburg vermieten, wissen wir, dass sich solche Anforderungen auch kurzfristig ändern können. Mal steht ein Laptop weiter vom Beamer entfernt als ursprünglich vorgesehen, mal wird ein zusätzlicher Anschluss benötigt oder ein Kabel reicht schlicht nicht bis zum gewünschten Standort.

Deshalb haben wir immer eine ordentliche Auswahl an Kabeln und Adaptern in unterschiedlichen Längen dabei. Ein zusätzliches sechs Meter langes HDMI-Kabel brachte uns deshalb nicht aus der Ruhe.

Etwas anderes allerdings schon. Genauer gesagt: Es brachte uns um einen erheblichen Teil unserer Nachtruhe.

Denn nach unserem Auftrag in der Oberlausitz mussten wir noch quer durch Brandenburg bis nach Marienfließ fahren.

Und weil wir vom vorherigen Einsatz noch vier große Bildschirme an Bord hatten, waren wir mit unserem großen Anhänger unterwegs. Das machte die Fahrt nicht unbedingt kürzer.

Gegen 2:30 Uhr erreichten wir schließlich das Landhotel Kreien, wo wir einen kurzen Boxenstopp einlegten.

Viel Zeit zum Ausschlafen blieb allerdings nicht. Schließlich wartete am nächsten Morgen bereits die Stiftskirche auf uns – und die Konferenztechnik baute sich bekanntlich nicht von allein auf.

Nun mag das anstrengend sein, aber für uns fühlen sich solche Aufträge tatsächlich auch ein wenig nach Abenteuer an.

Anlieferung der Veranstaltungstechnik direkt bis vor die Kirchentür

Als wir in Marienfließ ankamen, herrschte auf dem Gelände bereits ein buntes Treiben.

Überall waren Stände aufgebaut, an denen Essen angeboten werden sollte und die Besucher miteinander ins Gespräch kommen konnten. Eine ganz andere Atmosphäre als bei einer klassischen Konferenz in einem Hotel.

herbstliche Stimmung im Kloster Marienfliess in Brandenburg

Für uns gab es gleich zu Beginn eine erfreuliche Nachricht: Wir konnten mit unserem Fahrzeug direkt bis vor die Kirchentür fahren.

Wer schon einmal Lautsprecher, große Leinwände, Projektoren und Kabelkisten über längere Strecken transportieren musste, weiß, dass jeder gesparte Laufmeter eine Freude ist.

Also Rollbrett raus, Konferenztechnik abladen und hinein in die Kirche.

Die Stiftskirche Marienfließ – über 700 Jahre Geschichte

Schon beim Betreten der Kirche wurde deutlich, dass wir diesmal nicht in irgendeinem gewöhnlichen Veranstaltungsraum arbeiten würden. Das Klosterstift Marienfließ wurde um 1230/1231 von Johann Gans zu Putlitz als Zisterzienserinnenkloster gegründet und gehört damit zu den ältesten Klostergründungen der Region.

Die gotische Backsteinkirche stammt in ihren wesentlichen Teilen aus dem frühen 14. Jahrhundert.

Besonders beeindruckend ist der Innenraum mit seinen reich verzierten Bögen, den Gewölbemalereien, der historischen Holzkanzel und dem großen Kronleuchter. Die auffällige Ausmalung geht auf eine Neugestaltung um 1900/1901 zurück.

Stiftskirche Marienfliess im Sonnenlicht

Wer dort steht, kann sich gut vorstellen, wie viele Generationen von Menschen diesen Raum bereits genutzt haben.

Und genau hier sollten wir nun unsere moderne Veranstaltungstechnik aufbauen.

Ein reizvoller Kontrast: mittelalterliche Backsteinarchitektur auf der einen Seite, professionelle Beschallungs- und Projektionstechnik auf der anderen.

Natürlich mussten wir dabei darauf achten, dass sich unsere Technik möglichst unauffällig in den historischen Kirchenraum einfügte. Dafür sind unsere schmalen, schwarzen Lautsprecher die perfekte Wahl.

Wir transportierten unsere Ausrüstung ungefähr bis zur Mitte des Kirchenraums auf die rechte Seite und begannen dort mit dem Aufbau.

Und auch wenn eine historische Kirche natürlich ihren ganz eigenen Charme besitzt: Für uns zählt am Ende vor allem, dass die Konferenztechnik in Brandenburg zuverlässig funktioniert und sich möglichst unauffällig in den Veranstaltungsort einfügt.

Eine vier Meter breite Leinwand mitten in der Kirche

Eine der technischen Besonderheiten dieses Auftrags war die Videoprojektion.

Für die Dorfkirchentagung kam eine vier Meter breite und drei Meter hohe Leinwand zum Einsatz. Anders als bei einer klassischen Frontprojektion wurde das Bild nicht von vorne, sondern von hinten auf die Leinwand projiziert.

Stiftskirche in Marienfliess mit Konferenztechnik Brandenburg

Diese Technik nennt sich Rückprojektion.

Der entscheidende Vorteil: Der Projektor befindet sich hinter der Leinwand und nicht im Zuschauerbereich. Dadurch kann niemand versehentlich durch den Lichtstrahl laufen und störende Schatten auf der Projektionsfläche erzeugen.

Gerade in einer Kirche mit fest angeordneten Sitzbänken ist das eine elegante Lösung. Schließlich möchte man den Besuchern nicht mitten im Kirchenschiff einen großen Projektor vor die Nase stellen.

Als Bildquelle diente ein leistungsstarker NEC-Laserbeamer mit 8.000 ANSI-Lumen.

Die Leinwand wurde zwischen dem Kirchenschiff und dem Chor positioniert. Der Projektor stand dahinter im Chorraum, für den ein Projektionsabstand von etwa drei bis sechs Metern vorgesehen war.

Was muss man bei einer Rückprojektion beachten?

So praktisch eine Rückprojektion sein kann, ganz ohne Planung funktioniert sie nicht.

Zunächst benötigt man eine geeignete Rückprojektionsleinwand. Eine gewöhnliche Frontprojektionsleinwand ist dafür nicht ohne Weiteres geeignet, denn das Licht muss von hinten durch das Projektionstuch hindurch zum Publikum gelangen können.

Außerdem muss hinter der Leinwand ausreichend Platz vorhanden sein. Wie viel Abstand der Beamer benötigt, hängt von der verwendeten Optik und der gewünschten Bildgröße ab.

Auch die Bildausrichtung spielt eine Rolle. Bei der Rückprojektion muss das Bild entsprechend gespiegelt werden, damit Texte und Präsentationen für das Publikum richtig herum erscheinen.

Videotechnik, Rückprojektion, Kirche, Konferenztechnik Brandenburg

Und dann wäre da noch die Helligkeit.

Selbst ein leistungsstarker Laserbeamer mit 8.000 ANSI-Lumen kann keine Wunder vollbringen, wenn zu viel Umgebungslicht auf die Leinwand fällt. Entscheidend sind immer das Zusammenspiel aus Projektor, Leinwand, Bildgröße und Lichtverhältnissen.

Wer für eine Konferenz eine große Projektion benötigt, sollte deshalb nicht einfach irgendeinen Beamer und irgendeine Leinwand zusammenstellen.

Bei unserem Auftrag in Marienfließ bot der Chorraum die passenden Voraussetzungen, um die Projektion hinter der Leinwand unterzubringen.

Ein kleines Problem trat auf, als das Licht eines der Kirchenfenster auf die Leinwand fiel. Hier gab es auf die Schnelle keine Lösung, denn es war keine Leiter vorhanden, um es abzudunkeln. So „wanderte“ im Laufe der Konferenz ein heller Lichtfleck über die Videoleinwand. Nun gut, die Lichter der Kirchenfenster haben ihren ganz eigenen Reiz und irgendwie passte es zu dieser Tagung in Brandenburg.

Beschallung in einer Kirche – nicht immer ganz einfach

Neben der Videotechnik spielte natürlich auch die Beschallung eine wichtige Rolle.

Rednerpult vin Stiftskirche auf Dorfkirchentag

Kirchen sind akustisch häufig anspruchsvoll. Hohe Gewölbe, große Räume und harte Oberflächen können dazu führen, dass Sprache lange nachhallt.

Was bei einem Orgelkonzert durchaus beeindruckend klingt, ist bei einer Tagung mit Vorträgen und Diskussionen nicht unbedingt erwünscht.

Denn bei einer Konferenz geht es nicht darum, möglichst viel Lautstärke zu erzeugen. Entscheidend ist, dass jeder Teilnehmer die Redner gut verstehen kann.

Für die Dorfkirchentagung stellten wir deshalb eine Beschallungsanlage zusammen, die auf die ursprünglich erwarteten rund 120 Teilnehmer und die räumlichen Gegebenheiten abgestimmt war.

Unsere Konferenztechnik für diesen Tag im Überblick

  • Tonsystem mit sechs Lautsprechern, verteilt im Zuschauerraum
  • Verstärker und digitales Mischpult von Soundcraft
  • Lautsprecherstative
  • Drei Funkmikrofone
  • Zwei Mikrofonstative
  • Ton- und Stromverkabelung
  • NEC-Laserbeamer mit 8.000 ANSI-Lumen
  • Rückprojektionsleinwand mit 4 × 3 Metern

Zwei der Mikrofone positionierten wir an einem Rednerpult, das in diesem Fall von der Kirche gestellt wurde. In unserer Konferenztechnik für Brandenburg bieten wir übrigens auch die Vermietung eines Rednerpultes an.

Rednerpult mit Präsentationslaptop, Mikrofone

Das 3. Mikrofon war für Wortmeldungen aus dem Publikum vorgesehen.

Gerade beim Einsatz von Konferenztechnik in Brandenburg ist es wichtig, dass auch Fragen aus dem Saal gut verstanden werden. Schließlich nützt der interessanteste Vortrag wenig, wenn die anschließende Diskussion akustisch nur in den ersten beiden Reihen ankommt.

Mit mehreren sinnvoll positionierten Lautsprechern lässt sich die Sprache gleichmäßiger im Raum verteilen. Gleichzeitig muss man darauf achten, dass der Nachhall nicht durch unnötig hohe Lautstärke zusätzlich zum Problem wird.

Eine gute Beschallungsanlage ist nicht automatisch die lauteste und eine Tagung ist kein Rockkonzert 😉

Tontechnik mitten zwischen den Kirchenbänken – das digitale Mischpult im Einsatz

Eine Besonderheit bei dieser Dorfkirchentagung war auch unser Arbeitsplatz.

Normalerweise sitzt der Tontechniker irgendwo an einem Mischpult am FOH, möglichst mit gutem Blick auf die Bühne. In Marienfließ war das etwas anders.

Wir saßen nämlich mitten zwischen den Teilnehmern in den Kirchenbänken.

Konferenztechnik in Brandenburg zwischen Kirchenbänken

Möglich machte das unser digitales Mischpult, das sich bequem per iPad oder MacBook fernsteuern ließ.

Das hatte einen entscheidenden Vorteil: Wir konnten die Beschallung genau dort beurteilen, wo sie auch ankommen sollte – beim Publikum.

Während vorne die Referenten über die Zukunft der Dorfkirchen diskutierten, konnten wir die Mikrofonpegel und Klangeinstellungen direkt von unserem Platz aus anpassen.

Und das völlig unauffällig, ohne dass wir ein großes Mischpult zwischen den historischen Kirchenbänken aufbauen mussten.

Ein bisschen Tech-Talk: Was ein digitales Mischpult alles kann

Auf einem unserer Fotos ist die digitale Mischpultsteuerung auf dem iPad zu sehen. Die dargestellten Kurven und Regler zeigen, wie detailliert sich einzelne Audiokanäle bearbeiten lassen.

Gerade bei Sprachveranstaltungen ist das ziemlich praktisch. Denn nicht jeder Redner klingt gleich.

Manche sprechen laut, andere leise. Einige haben eine kräftige, tiefe Stimme, während andere eher in höheren Tonlagen sprechen.

Mit dem digitalen Mischpult konnten wir die einzelnen Mikrofonkanäle individuell bearbeiten.

Besonders hilfreich ist dabei der parametrische Equalizer, kurz EQ. Damit lassen sich bestimmte Frequenzbereiche gezielt anheben oder absenken.

Klingt ein Mikrofon beispielsweise etwas dumpf, kann man die entsprechenden Frequenzen korrigieren. Dröhnt die Stimme zu stark oder treten unangenehme Resonanzen auf, lassen sich störende Frequenzbereiche gezielt reduzieren.

Dorfkirchentag in Marienfliess

Gerade in einer historischen Kirche mit ihren hohen Gewölben und langen Nachhallzeiten ist das eine wichtige Möglichkeit, die Sprachverständlichkeit zu verbessern.

Und das Beste daran: Solche Einstellungen können wir sogar während eines laufenden Vortrags vornehmen.

Während der Redner spricht, lassen sich Veränderungen direkt über einen Rechner durchführen und akustisch kontrollieren.

Natürlich möglichst behutsam, damit niemand etwas von unseren Korrekturen bemerkt – außer vielleicht, dass die Sprache plötzlich etwas verständlicher klingt.

Einmal eingestellt, mehrfach verwendet – moderne Konferenztechnik in Brandenburg

Ein weiterer Vorteil digitaler Mischpulte ist die Möglichkeit, Einstellungen zwischen verschiedenen Kanälen zu kopieren.

Haben wir beispielsweise für ein Funkmikrofon eine gut funktionierende Klangbearbeitung gefunden, können wir diese Einstellungen auf einen anderen Mikrofonkanal übertragen.

Das spart Zeit und sorgt zunächst für eine einheitliche Ausgangsbasis.

Natürlich muss anschließend gegebenenfalls noch nachgeregelt werden. Schließlich unterscheiden sich Mikrofone, Stimmen und Positionen im Raum.

Aber wir müssen nicht jedes Mal wieder bei null anfangen.

am digitalen Mischpult von Soundcraft, Konferenztechnik Brandenburg

Neben dem Equalizer bieten digitale Mischpulte weitere Funktionen wie Kompressoren, Gates und unterschiedliche Möglichkeiten der Dynamikbearbeitung.

Ein Kompressor kann beispielsweise größere Lautstärkeunterschiede zwischen lauten und leisen Sprachpassagen reduzieren.

Auf dem Bildschirm werden solche Einstellungen häufig grafisch dargestellt. Eine sogenannte Dynamikkennlinie zeigt beispielsweise, wie das Mischpult auf unterschiedliche Eingangspegel reagiert.

Für Außenstehende sieht das vielleicht nach einer Ansammlung bunter Kurven und Regler aus. Für uns ist es ein ziemlich hilfreiches Werkzeug.

Genau das ist einer der großen Vorteile moderner digitaler Veranstaltungstechnik: Sie bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Klangbearbeitung, ohne dass dafür zwangsläufig ein großer Technikplatz benötigt wird.

Und während die Teilnehmer konzentriert den Vorträgen folgten, hatten wir auf dem Macbook oder iPad eben noch ein paar zusätzliche Kurven im Blick.

Konferenztechnik in Brandenburg – inklusive Aufbau und technischer Betreuung

Aber nun zurück zur kirchlichen Konferenz. Diese sollte um 10:15 Uhr beginnen. Bis spätestens 10 Uhr musste also die gesamte Tagungstechnik aufgebaut, angeschlossen und getestet sein.

Wir waren just in Time und alles lief reibungslos, denn wir hatten wie immer genügend zeitliche Reserven eingebaut. Dann begann die Konferenz und wir konzentrierten uns auf das Geschehen.

Hier und da ein wenig nachsteuern, Funkmikrofone (wie fast immer von Sennheiser) zu- und abschalten und gegebenenfalls nachsteuern gehörten nun zu unseren Aufgaben. Unterschiedliche Redner haben eben unterschiedliche Sprechlautstärken, Mikrofone müssen übergeben und Pegel gegebenenfalls angepasst werden.

Auch bei der Videotechnik kann während einer Veranstaltung Unterstützung erforderlich sein. Ein Techniker vor Ort sorgt dafür, dass solche Dinge möglichst unbemerkt funktionieren.

Die beste Konferenztechnik ist übrigens diejenige, über die hinterher niemand spricht.

Technikrack, Tagungstechnik Brandenburg

In der Mittagspause, wir waren zum Essen eingeladen, kamen wir mit Helmut Kautz, dem Pfarrer der Kirche ins Gespräch. Irgendwie kamen wir auf das Themen Reisen und erzählten von unserer geplanten Israel-Reise, die im Prinzip direkt nach der Konferenz in Brandenburg starten sollte. Und wie es der Zufall wollte, plante der örtliche Pfarrer einen ziemlich außergewöhnlichen Trip nach Jerusalem: Er wollte mit einer Pferdekutsche bis nach Israel reisen.

Und als wäre das nicht schon ungewöhnlich genug, fragte er uns auch noch, ob wir nicht mitkommen wollten.

Nun sind wir als Veranstaltungstechniker durchaus einiges gewohnt.

Wir fahren für unsere Aufträge quer durch Deutschland, laden unsere Technik an den unterschiedlichsten Orten aus und haben schon so manche ungewöhnliche Anreise erlebt.

Aber mit einer Pferdekutsche nach Israel? Das wäre dann doch eine ganz andere Größenordnung gewesen und wir waren zumindest interessiert.

Nach der Mittagspause lief auch der zweite Teil der Konferenz zum Dorfkirchentag in den gewünschten Bahnen.

Und plötzlich zappelte etwas hinter einer Tür

Nun könnte man meinen, dass mit dem Aufbau der Technik und der Betreuung der Dorfkirchentagung die wesentlichen Aufgaben erledigt gewesen wären.

Aber manchmal kommt es eben anders. So ziemlich zum Ende der Veranstaltung fiel uns im Eingangsbereich der Kirche etwas auf. Hinter der großen Kirchentür bewegte sich etwas. Zunächst war gar nicht richtig zu erkennen, was dort eigentlich zappelte.

Also schauten wir etwas genauer hin.

Und tatsächlich: Dort hing eine Fledermaus!

Das kleine Tier hatte sich offenbar in einem Faden verfangen. Am Ende des Fadens befand sich eine Klammer, an der wiederum irgendetwas befestigt war. Was genau dort gehangen hatte, haben wir in der Aufregung vergessen, wichtiger war ja auch das Tierwohl.

Jedenfalls war die Situation für die Fledermaus alles andere als angenehm.

Sie hatte sich so unglücklich verheddert, dass sie sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte.

Und uns war sofort klar, dass wir die Fledermaus nicht einfach hängen lassen würden.

Pfarrer Helmut Kautz wusste sofort, was zu tun war

Glücklicherweise war mit Pfarrer Helmut Kautz jemand vor Ort, der mit solchen Situationen offenbar schon Erfahrung hatte.

Jedenfalls machte er nicht den Eindruck, als wäre ihm zum ersten Mal eine Fledermaus begegnet.

Er wusste sofort, was zu tun war.

Zunächst zog er Handschuhe an. Das ist beim Umgang mit Fledermäusen wichtig, denn auch kleine Fledermäuse können beißen, wenn sie sich bedroht fühlen.

Anschließend nahm er das Tier vorsichtig in die Hand und hielt es fest, während wir uns um den Faden kümmerten. Das war wichtig, denn auch hier galt: da beißt die (Fleder-)Maus keinen Faden ab.

Mit einer Schere durchtrennten wir den Faden und entließen das unverletzte Tier wieder in die Freiheit.

Eine kleine Rettungsaktion mitten während unseres Veranstaltungstechnik-Einsatzes.

Und wieder einmal zeigte sich, dass man bei unserem Beruf nie so ganz genau weiß, was einen am Veranstaltungsort erwartet.

Fledermäuse und historische Kirchen gehören irgendwie zusammen

Dass wir ausgerechnet in einer alten Kirche auf eine Fledermaus trafen, war übrigens gar nicht so ungewöhnlich.

Historische Kirchen, Dachstühle und andere alte Gebäude sind für verschiedene Fledermausarten wichtige Lebensräume.

Sie nutzen Spalten, Hohlräume und geschützte Bereiche unter Dächern als Quartiere. Manche Arten ziehen dort sogar ihre Jungen auf.

In Deutschland stehen sämtliche heimischen Fledermausarten unter besonderem gesetzlichen Schutz.

Gerade bei der Sanierung und Erhaltung historischer Kirchen muss deshalb auch darauf geachtet werden, dass solche Lebensräume nicht unbeabsichtigt zerstört werden.

Und damit schließt sich irgendwie der Kreis zur Dorfkirchentagung.

Denn bei der Erhaltung alter Kirchen geht es eben nicht nur um Mauerwerk, Dachziegel, historische Fenster und Denkmalschutz.

Manchmal geht es auch um die kleinen Bewohner, die sich diese Gebäude längst zu ihrem Zuhause gemacht haben.

Unsere Fledermaus hatte sich ihren Aufenthaltsort allerdings etwas unglücklich ausgesucht.

Moderne Konferenztechnik in historischen Gebäuden

Für uns war der Einsatz in Marienfließ wieder einmal ein schönes Beispiel dafür, wie unterschiedlich die Anforderungen an professionelle Veranstaltungstechnik sein können.

In einem modernen Tagungszentrum findet man häufig bereits vorhandene Anschlüsse, abgedunkelte Räume, geeignete Projektionsflächen und eine auf Veranstaltungen ausgelegte Akustik.

In einer historischen Kirche sieht das ganz anders aus.

Hier muss man mit den vorhandenen räumlichen Bedingungen arbeiten.

Die Lautsprecher müssen so aufgestellt werden, dass sie für eine gute Sprachverständlichkeit sorgen, ohne den Raum optisch unnötig zu beeinträchtigen.

Die Projektionsfläche muss groß genug sein, damit auch die hinteren Reihen etwas erkennen können.

Und wenn eine normale Frontprojektion nicht sinnvoll ist, kann eine Rückprojektion die passende Lösung sein.

Dazu kommt die besondere Rücksicht auf die historische Bausubstanz. Befestigungen an Wänden oder anderen geschützten Bauteilen kommen häufig nicht infrage, weshalb freistehende Techniklösungen besonders wichtig sind.

All das gehört zu einer sorgfältigen Planung.

Denn Veranstaltungstechnik soll sich an den Veranstaltungsort anpassen – und nicht umgekehrt.

Unser Fazit: Konferenztechnik zwischen Kirchenbänken und Fledermäusen

Die Dorfkirchentagung am 8. September 2023 in Marienfließ ist uns jedenfalls aufgrund der kleinen und großen Geschichten in Erinnerung geblieben.

Ein Berliner Auftraggeber, eine historische Kirche in Brandenburg, rund 120 erwartete Teilnehmer, eine große Rückprojektionsleinwand und eine Beschallungsanlage für verständliche Vorträge.

Dazu eine unkomplizierte Anlieferung direkt bis vor die Kirchentür, eine kurzfristige Kabelanfrage, eine ziemlich kurze Nacht, eine Fledermaus in Schwierigkeiten und ein Pfarrer mit außergewöhnlichen Reiseplänen.

Das erlebt man auch nicht jeden Tag.

Mal stehen wir in einer Messehalle, mal in einem Festzelt, mal auf einem freien Feld und manchmal eben in einer jahrhundertealten Kirche.

Und gelegentlich braucht man neben Beamern, Lautsprechern und Mikrofonen offenbar auch noch eine Schere.

Genau deshalb mögen wir solche Aufträge.

Konferenztechnik in Brandenburg und Berlin – von der Tagung bis zur Präsentation

Der Einsatz in Marienfließ zeigt sehr schön, dass professionelle Konferenztechnik nicht nur in modernen Tagungshotels oder großen Kongresszentren benötigt wird.

Auch historische Gebäude, Kirchen, Gemeindehäuser und andere Veranstaltungsorte lassen sich mit passender Technik für Vorträge, Konferenzen und Versammlungen ausstatten.

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Veranstaltungtechnik in Berlin, Potsdam, Brandenburg an der Havel oder in einer kleineren Gemeinde in der Prignitz gebraucht wird.

Entscheidend ist, dass die eingesetzte Technik zu den Anforderungen und den räumlichen Gegebenheiten passt.

Wir von Eventman sind auch überregional unterwegs und unterstützen unsere Kunden unter anderem mit:

  • Konferenztechnik: Mikrofone, Mischpulte und komplette Beschallungssysteme für Tagungen und Versammlungen
  • Videotechnik: Laserbeamer, Leinwände, Rückprojektionen und großformatige Bilddarstellung
  • Tontechnik: Sprachbeschallung und Funkmikrofone für Vorträge und Diskussionen
  • Technischer Betreuung: Aufbau, Einrichtung, Bedienung und Abbau der Veranstaltungstechnik

Dabei übernehmen wir sowohl kleinere Veranstaltungen als auch umfangreichere technische Ausstattungen mit der Betreuung durch mehrere Veranstaltungstechniker.

Und falls sich am Vortag herausstellt, dass noch ein zusätzliches HDMI-Kabel gebraucht wird, ist das ebenfalls kein Drama.

Sie benötigen Konferenztechnik in Brandenburg oder Berlin?

Stellen Sie gern eine Anfrage über unser Kontaktformular.

Häufige Fragen zur Konferenztechnik in Brandenburg

Kann man bei Event Men Konferenztechnik in Brandenburg mieten?

Ja. Wir liefern Konferenztechnik nach Brandenburg und Berlin sowie in weitere Regionen Deutschlands. Dazu gehören unter anderem Beschallungsanlagen, Funkmikrofone, Beamer, Leinwände und die technische Betreuung von Tagungen und Konferenzen.

Kann man eine große Leinwand in einer historischen Kirche aufstellen?

Ja, wie man sieht. Mit einer freistehenden Rahmenleinwand ist das häufig möglich, ohne bauliche Veränderungen an der Kirche vorzunehmen. Entscheidend sind die vorhandenen Platzverhältnisse und die Sichtachsen für die Teilnehmer.

Was ist der Unterschied zwischen Frontprojektion und Rückprojektion?

Knapp zusammengefasst: bei der Frontprojektion steht der Beamer vor der Leinwand auf der Zuschauerseite. Bei der Rückprojektion befindet sich der Projektor hinter einer dafür geeigneten Leinwand. Dadurch entstehen keine Schatten durch Personen, die sich vor der Leinwand bewegen.

Welche Tontechnik benötigt man für eine Tagung mit 100 bis 120 Teilnehmern?

Für eine solche Tagung kann eine Beschallungsanlage mit mehreren Lautsprechern, Mischpult und Funkmikrofonen sinnvoll sein. Die genaue Ausstattung hängt von der Raumakustik, der Sitzordnung und der Anzahl der Redner ab.

Warum ist die Beschallung in Kirchen häufig schwierig?

Historische Kirchen haben oft lange Nachhallzeiten. Dadurch kann Sprache undeutlich werden. Mit geeigneten Lautsprechern, einer durchdachten Positionierung und einer sorgfältigen Einstellung lässt sich die Sprachverständlichkeit deutlich verbessern.

Kann Veranstaltungstechnik in Kirchen ohne feste Installationen eingesetzt werden?

Ja. Mobile Lautsprecher, Mikrofonanlagen, Projektoren und freistehende Leinwände ermöglichen Veranstaltungen, ohne dass dauerhaft Technik installiert oder in die historische Bausubstanz eingegriffen werden muss.

Bietet Event Men auch Konferenztechnik in Brandenburg mit technischer Betreuung an?

Ja. Auf Wunsch übernehmen wir die Lieferung, den Aufbau, die Einrichtung und die Bedienung der Technik während der Veranstaltung. Anschließend kümmern wir uns auch um den Abbau. Bei einfacheren Einsätzen ist nach entsprechender Einweisung auch eine Nutzung ohne durchgehende technische Betreuung möglich.

Nachtrag zur Pferdekutsche

Pfarrer Kautz setzte seine Pläne tatsächlich in die Tat um. Unter dem Namen „Friedensglocken-Pferdetreck“ sollte eine Friedensglocke, gegossen aus altem Militärschrott, von Brandenburg bis nach Jerusalem transportiert werden. Dort sollte sie als Zeichen der Versöhnung und Völkerverständigung an eine Schule übergeben werden, in der jüdische und arabische Kinder gemeinsam lernen.

Als wir im September 2023 mit Pfarrer Kautz darüber sprachen, lag der Angriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 noch einige Wochen in der Zukunft. Welche dramatischen Entwicklungen die Region kurz darauf erleben würde, konnte damals niemand ahnen.

Umso bemerkenswerter ist es, dass aus dem ungewöhnlichen Reiseplan tatsächlich Wirklichkeit wurde.

Am 6. Mai 2025 startete der Friedensglocken-Treck im brandenburgischen Brück. Zwei Tage später zog er am Brandenburger Tor in Berlin vorbei, genau 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.

Anschließend ging es mit Pferden und Kutschen durch mehrere europäische Länder in Richtung Naher Osten.

Ganz ohne Schwierigkeiten verlief die Reise allerdings nicht. Da die Weiterfahrt durch die Türkei nicht möglich war, musste die Route geändert werden. Die Pferde kehrten schließlich nach Deutschland zurück, während der Glockenwagen von Griechenland aus per Schiff nach Israel transportiert wurde.

Für die letzte Etappe kamen sogar Maultiere zum Einsatz.

Am 13. November 2025 war es schließlich geschafft: Die Friedensglocke erreichte Jerusalem und wurde an der jüdisch-arabischen Hand-in-Hand-Schule feierlich übergeben.

Eine bemerkenswerte Geschichte, die für uns mit einer beiläufigen Unterhaltung während eines Veranstaltungstechnik-Einsatzes begonnen hatte.

Dass wir damals jemanden kennengelernt hatten, der zwei Jahre später ein solch außergewöhnliches Friedensprojekt erfolgreich zu Ende bringen würde, macht diesen Auftrag für uns im Rückblick noch einmal besonders.

Wer mehr über diese ungewöhnliche Reise erfahren möchte, findet Informationen und zahlreiche Bilder auf der Projektseite friedenstreck.de.